Der Tag des in der Vergangenheit hängens – 19. Juli
Wer nur nach gestern denken tut
Dem tut dat Denken gar nicht gut
Tust du nur nach gestern denken
Kannse dir dat Denken schenken
39 Texte
Wer nur nach gestern denken tut
Dem tut dat Denken gar nicht gut
Tust du nur nach gestern denken
Kannse dir dat Denken schenken
Wie soll ich mich bloß entscheiden
Will ich doch das Falsche meiden
Doch kann ich den Zweifel überwinden
Wenn Kopf und Herz sich finden
Wenn niemand einem Beachtung schenkt
Man die Aufmerksamkeit auf sich lenkt
In dem man jammert stöhnt und leidet
Und die Selbsteinsicht vermeidet
Wir sollten uns täglich anschicken
Die Weisheit um uns zu erblicken
Denn oft erkennen wir sie nicht
Nur wenn sie in Worten spricht
Bevor etwas zu Ende geht
Meist der Anfang vorne steht
Ist man im Geiste erst ohne Sicht
Der Anfang doch jede Hürde bricht
Viele Kinder sind ein Segen
Und der Staat hat auch nichts dagegen
Denn durch sie vergehen seine Sorgen
Sind sie doch die Steuerzahler von morgen
Früher musste man seine Schulden
Als Kerbe auf einem Holzbrett dulden
Heute sind es Zahlen auf Papier
Und wir schuften nach wie vor dafür
Wenn man sich in einer misslichen Lage befindet
Und sich ohne Ausweg quält und windet
Dann ist man in der Bredouille das ist doch klar
Und es ist so was von egal wo man vorher war
Ein Strohhalm manchmal schon reicht
Dass die Lebenseile dem Krankenbett weicht
Drum gib acht und pass gut auf
Besonders wenn du lebst im Dauerlauf
Ketten hängen am Hals
Oder ziehen die Brücke
Jedoch fesseln auch Blicke
Für die man keine Ketten hat
Auch wenn uns Menschen keine eigenen Federn schmücken
So sind die der Fremden doch gut genug uns zu beglücken
Menschen berechnen alles vom Zeitpunkt an
Sie hängen dann ein Anno dran
Und sind sie auch noch so gescheit
Lebt so mancher doch nur in der Vergangenheit
Hochmut und das ist gewiss
Eine Dummheit mit Konsequenz ist
Nicht nur die Geburt kommt auf Raten
Nein danach müssen wir weiter warten
Wachen jeden Morgen auf
Und warten wer weiß worauf
Durchs Schlüsselloch schaut der Verräter zum Verrat
Der sich sein schlechtes Gewissen zum Freund macht
Auch wenn wir mit dem Herzen sehen
Können wir trotzdem im Dunkeln stehen
Denn wir stehen erst im rechten Licht
Wenn wir vertrauen des Herzens Sicht
Der Tag des Seins ist wichtig
Sich zu überprüfen ist richtig
Denn oft genug sind wir uns fern
Das hat der Körper gar nicht gern
Ein Bleistift ist ein Leibeigener
Je mehr man mit ihm schreibt
Umso eher sich sein Leben dem Ende neigt
Quält und drückt dich eine Last
Die du selbst verursacht hast
Dann ist es Zeit Reue zu zeigen
Und es nicht wieder zu vergeigen