Der Tag der Birne – 4. September
Einst in einer BirnbaumzuchtWuchs eine ganz besondere FruchtEine Birne so schlank und schönHatte noch niemand dort gesehenDie anderen hatten einen dickeren BauchUnd kleiner waren sie auchUnd weil die Schlanke so anders warNannten die anderen sie sonderbarSie warfen nach ihr Käfer und LausDa hielt es die Schöne nicht mehr ausSie wippte so lange auf und abUnd Ihr Zweig machte bald schlappSie fiel hinab in des Mädchens SchoßDas unterm Baum den Tag genoßSehr freute sich das MädchenDenn die Birne war für ihr PuppenlädchenNeidisch sahen die anderen zuUnd die Schöne hatte nun endlich ihre RuhBeim Mädchen hatte es die Birne gutLag auf Stroh in einem HutUnd erst als sie so richtig reif warAss sie dieses PrachtexemplarDie Kerne wollte sie aufhebenUm sie im Frühjahr in die Erde zu gebenUnd der Kompott aus den neidischen BirnenWollte einfach nicht süß werden
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de