Der Tag der Pappel – 4. Juli
Es war einmal eine PappelDie wollte größer werdenAls alle anderenUnd sie prahlte immer damitDass sie bald die Wolken berühren könneAngeberin wurde sie fortan genanntDoch das störte die Pappel nichtDenn sie war die GrößteSie wuchs und wuchs im Wettlauf der ZeitWurde immer größer und schlankerAls alle anderen neben ihrMehr wollte sie nichtDoch eines TagesWütete ein verheerender OrkanZerrte so stark an ihren ÄstenBis ihr Blätterkleid vor Angst zitterteUnd sie fast umwarfDa flehte die Pappel ihre Nachbarn anHelft mirSonst reißt der Orkan mich ausUnd schleift mich fortSoll ich denn so früh schon sterbenHelft mirUnd die starke Eiche hatte ein EinsehenPlusterte sich aufUnd alle Kastanien und Linden halfen mitSchützten die Pappel vor dem SturmDankbar neigte sie sich herunterNiemals mehr gab sie anUnd alle Bäume wurden Freunde fortan
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de