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Festtagsgedichte

Eisblumen

Unter der Brücke brechen Eisblumen das MondlichtFrostklingend taumelt das Lied der NachtIn hauchfeinen Lumpen am eisigen SeeLiegt hölzern berauscht ein alter MannIn seinen flimmernden Händen lodert SchneeSeine Seele ist nackt und nichts tut ihm wehSilberwolken frieren seinen BartGlitzergold füllt seine filzigen Handschuhe

Aufgelehnt schnüffelt sein treuer Hund sanftAm zart fallenden Flöckchen das die Schnapsflasche kühltLeckt den löchrigen Schuh geschnürt mit goldenem BandAls Geschenkschleife hing es der Flasche anEntfachen Flammen sein Herz durch den SchnapsVerspürt Wärme in der heiligen Nacht

Und Lichter reflektieren in den Eiszapfen der StadtUnd bunte Kerzen leuchten friedvoll an der Brücke in die NachtNikolausrot schimmerts im Lichtermeer der SterneUnd sanfte Engelsklänge erhöhen die Welt in der Ferne

Schwebt er glücklich und warm in die Ewigkeit

© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de

Das Lied zum Text

Text & Musik: Heidrun-Auro Brenjo

Aus dem AlbumWeihnachtsgedanken

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