Klatschmohn
Züngelnd die Feuerblume logiertIm knallroten Helm das Feld regiertDes Tages Lauf lästert sie und tratschtStiftet Unruhe wo sie nur kann
Doch eines Tages trägt der WindMenschengift zu ihr hinNeblig die Feuerblume besetztTanzt auf ihr bis sie bricht
Im Rausch geschwängertSchwankt die Klatschrose vor sich hinBis sie erkennt sie klebt am GiftDrall die Fruchtkapsel doch sie ändert nichts
Verjagt vom Wind und die Heimat verlorenKommt sie am Schuttplatz zur NiederkunftGebärt auf schwankenden Stielen im GeröllGiftrote Kinder weinend in die Welt
Doch schaffen sie es Autos zuzuwinkenSie wollen nur eines und das ist heimBlutrot kullern ihre TränenAuf der Autobahn an den Menschen vorbei
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de