Zwänge
Barbarisch peitscht michEine innere Depesche ins rustikale GehöftIm Konflikt der KonfrontationKnechtet es michZum aggressiven Fliegenzählen in den StallHetze zu den braunfleckigen KühenDrohe sie zu enttupfenZwieträchtig ohne Pause kräftigt es michDie Gänse zu longierenHandgemeinLapidar zwingt es michDie freilaufenden Hühner zu dressierenAnrüchig nötigt es mich Mäuse zu sprenkelnLeicht gehemmtTrau ich michDen defensiven Hund zu beißenPlärrigWollüstig gröle ich gewöhnliche LiederUm auf der gestreiften VogelscheucheVerkleidete Flöhe auszusetzen
Häute mich in HausschuhenHausiere heftig mit meiner ÜberlegenheitMach mir AngstMuss mich bekämpfenMein asoziales Ego kultivierenWünsche mir klangvollDen Souffleur meiner Neurose zu killen
Erkenn plötzlichZweibeinerIn weißen JackenLaden mich einIn einer ZwangsjackeZwangsläufigMeine ZwangsvorstellungZum Zwecke der zweisprachigen ZwangseinweisungAusSchlussMit der zwanghaften Zwangslage des TagesZu Zwängen der ZwangsmaßnahmeZum Zwecke des ZwingensAus
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de