Der Tag der Fuchtel – 9. Juni
Oft erkennt man nicht
Wer fuchtelt mir da vorm Gesicht
Doch bald schon weiß man
Woher der Wind weht …
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Oft erkennt man nicht
Wer fuchtelt mir da vorm Gesicht
Doch bald schon weiß man
Woher der Wind weht …
So sehr man auch den Hautarzt scheut
Ist er es doch
Der sich über ein Furunkel freut
Zückt schnell sein Skalpell …
Wurdest nie darum gebeten
Wirst von Füßen jetzt getreten
Alle sind hinter dir her
Dabei bist du doch …
In so manchen Automaten
Möchte man am liebsten stechen
Wie in einen Braten
Oder aus dem Fenster werfen …
Am Tag des Unwetters geht es richtig ab
Es stürmt und hagelt bereits den ganzen Tag
Ich glaub ich bleib heut lieber zu Haus
Setz mich ans Fenster …
Es ist letztlich ungewiss
Ob mein gegenüber hat ein Gebiss
Vielleicht liegt des nachts in einem Glas
Womit er tagsüber frass …
Wenn zwei Liebende sich finden
Um sich durch eine Verlobung zu binden
Freuen sich beide Sippen
Denn auf der Hochzeit …
Es war einmal eine Nase
Die vernahm so komische Gase
Sie schienen von unten zu kommen
Was hatte der Mund nur zu sich genommen …
Fast sieht es aus wie ein Missgeschick
Wenn ein Mädchen kurz die Knie einknickt
Und Knaben artig einen Diener machen
Darüber kann die Jugend von heute …
Unsere Eltern hatten uns gewarnt
Und die Lehrer oft ermahnt
Ob zu Hause oder in der Schule
Nicht zu kippeln mit dem Stuhle …
Einst wurdest du verlegt
Und über die Jahre
Hast du viel erlebt
Erzählst von umgekippten Kerzen und Tassen …
Nicht nur am Tag der Schuppen
Sehen wir sie in Gruppen
Wenn wir durch die Haare wuseln
Und sie von der Kopfhaut rieseln …
Die Schattenseite des Lebens ist nicht gemeint
Und der Schatten auf der Seele ist zu allgemein
Jedoch im Schatten sitzen ist mir recht
Denn dort geht es mir ganz und gar nicht schlecht …
Niemand Warzen mag
Drum gibt es diesen Tag
Der uns die Warze näher bringt
Aber nicht so nah …
Ein Bart ist wie ein Mann
Weil er oft stören kann
Doch jedes Essen wird ein Fest
Denn im Bart bleibt …
Eine lange Weile ist es her
Ich erinnere mich schon gar nicht mehr
Da war mir mal langweilig zumute
Doch ab der Minute …
Dort wo kein Sonnenstrahl hinfällt
Erblickt es das Licht der Welt
Eng und feucht im dunklen Leder
Wird das Auge immer größer …
Eine Tasse träumte Tag aus Tag ein
Aus edlem Porzellan zu sein
Schon lang fühlt sie sich deshalb verprellt
Da wurde sie zum feinen Service gestellt …
Unsere Nachbarn
Sie nehmen den Schlüssel
Wenn wir im Urlaub sind
Gießen die Blumen …
Wenn man so an den Alltagstrott gebunden
Denkt man oft an baldige schöne Stunden
Zuhause zu sein mit seinem Hobby ganz allein
Wünscht man sich mit einem lachenden Äugelein …