Aschermittwoch
Vorbei ist nun das bunte Treiben
Vorbei der vergnügliche Gesang
Vorbei ist auch das Schunkeln
Das uns ausgelassen verband
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Vorbei ist nun das bunte Treiben
Vorbei der vergnügliche Gesang
Vorbei ist auch das Schunkeln
Das uns ausgelassen verband
Beute suchend feiert das Laster
Ausgelassen schunkelt die verdrehte Welt
Gepudert tanzt Helau mit dem Zaster
Wirft der Prinz Kamelle ins Zelt
Luftschlangen flattern durch die jecke Zeit
Possenreißer und Kamelle tanzen im Konfettikleid
Kostümiert feiern die Schelme in Gassen
Heute sind alle närrisch und ausgelassen
Heute Morgen bin ich aufgewacht
Und die Sonne hat nicht gelacht
Stattdessen war es finster und kalt
Da bleib ich im Bett bis die Sonne kommt bald
Was uns überraschen soll
Finden wir vielleicht gar nicht toll
Doch ob wir es wollen oder nicht
Jeder kriegt was ihm entspricht
Am Tag dazwischen
Brauchen wir nicht zu wischen
Denn wir können erst morgen
Wieder Putzmittel besorgen
Hier ein Vorschlag zur Güte
Nimm den Beutel statt der Tüte
Will man ein Rad im Getriebe sein
Stellt man abends den Wecker ein
Geht er einem dann auf den Geist
Man ihn kräftig in die Ecke schmeißt
Wo kämen wir ohne Termine überhaupt hin
Das ganze Leben hätte überhaupt keinen Sinn
Nur Termine geben einem Orientierung und Halt
Da fällt mir ein irgendwas war doch bald
Wie lange muss man warten
Um mit dem Waten endlich zu starten
Das können bestimmt nur die Harten
Denn die trainierten im Garten
Heute sind wir alle platt
Weil niemand was zu nörgeln hat
Staunend blicken wir uns um
Denn alle Meckerköppe sind heut stumm
Auch wenn in die Jahre gekommen
Ist ihr dadurch nicht der Reiz genommen
Denn ob erlogen oder echt
Eine gute Geschichte kommt jedem recht
Weichgekochte Eier so frisch
Kommen auf den Frühstückstisch
Und die harten
Müssen noch warten
Ein Gespräch kann klärend sein
Oder es stellt sich Müdigkeit ein
Ein Gespräch kann anregen und erfreuen
Oder es lässt einen die Bekanntschaft bereuen
Auf der faulen Haut zu liegen
Lässt einen bald ne Menge wiegen
Doch bekommt man hoch den Hintern
Kann man speckfrei überwintern
Wenn man immer weiter hortet
Ist man irgendwann überfordert
Schränken wir uns jedoch ein
Kann das Leben so einfach sein
Computer hin
Computer her
Der eine braucht ihn weniger
Der andere mehr
Wenn wir Stunden vor dem Spiegel stehen
Und uns ständig durch die Haare gehen
Schließlich gelackt und gestriegelt
Sich vor allem unsere Selbstverliebtheit spiegelt
Wenn springend die Katze
Eine Fliege fängt mit ihrer Tatze
Und sie auch noch frisst
Das ein echter Schnappschuss ist
Man kann seine Meinung sagen
Oder über eine fehlende klagen
Man sollte seinen Standpunkt stets vertreten
Auch wenn niemand uns darum gebeten