Wenn die Sonne aufgeht
Die Nacht war mürrisch wie ein böser Alp
Scheusale verdroschen den schweren Schlaf
Schweißgebadet liegt in den Laken nun das Leiden
Bis erweckt die Schönheit der Sonne den neuen Tag
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Die Nacht war mürrisch wie ein böser Alp
Scheusale verdroschen den schweren Schlaf
Schweißgebadet liegt in den Laken nun das Leiden
Bis erweckt die Schönheit der Sonne den neuen Tag
Heute ist noch nicht vereint
Was nach außen hin so scheint
Denn die lange Zeit der Teilung
Bedarf viel Beistand zur Heilung
Vorbei ist nun das bunte Treiben
Vorbei der vergnügliche Gesang
Vorbei ist auch das Schunkeln
Das uns ausgelassen verband
Bereits nach Mitternacht
Das Verborgene in uns erwacht
Egal ob düster oder kunterbunt
Erholt es uns und macht gesund
Von Enttäuschung getrieben
Fällt es schwer zu lieben
Doch leichter wird das Leben
Schafft man es sich hinzugeben
Manche denken ein Leben lang
Wann bin ich denn endlich dran
Dabei übersehen sie blind
Dass sie schon längst am Zuge sind
Schwer wiegen Bürden
Doch werden sie zu Hürden
Die zum Überwinden einladen
Auf innersten Entwicklungspfaden
Wer zu den Labilen gehört
Andere meist in ihren Leben stört
Ein guter Charakter hingegen
Ist für die meisten ein Segen
In der Eile sollten wir langsam gehen
Denn schnell ist ein Fehler geschehen
Weil wir in der Hast etwas übersehen
Und dann um Vergeben flehen
Dem Überfluss sei Dank
Werden wir moralisch krank
Und haben den Wert vergessen
Den unsere Ahnen noch beigemessen
Zu Lebzeiten sind sie oft irgendwer
Doch nach ihrem Ableben
Fehlen sie dann doch sehr
Je länger sich drehen die Zeiger der Uhren
Hinterlassen Freude und Zorn ihre Spuren
Doch kann man sich schon vorab fragen
Welche möchte man lieber haben
Wir werden auf die Probe gestellt
Wenn sich die Versuchung zu uns gesellt
Doch sollten wir uns nicht dafür hassen
Wenn wir dieses oder jenes doch mal zulassen
Der erste Eindruck kann oft täuschen
Scheinbar Schlechtes will man verscheuchen
Deshalb ist es niemals richtig
Nimmt man den ersten Eindruck wichtig
Es häutet die Nacht
Was der Tag gebracht
Entzieht ihm das Samtkissen
Und nimmt Platz in unserem Gewissen
Einfältigkeit und Missmanagement
Dazu die Zeichen der Zeit verpennt
Mit einer Prise krimineller Energie gewürzt
Wird ein Unternehmen in die Insolvenz gestürzt
In einem Dilemma zu stecken
Bedeutet den Hals nach Möglichkeiten zu recken
Doch der rechte Weg braucht meist die Kraft des Mutes
So hat ein Dilemma doch auch immer etwas Gutes
Ist keine Lösung in Sicht
Und man sich nur im Kreise dreht
Weiß man vielleicht nicht
Wie man um die Ecke geht
Manchmal sie sich versteckt
Und wir können sie nicht greifen
Manchmal sie uns bespringt
Und so manche muss noch reifen
Wenn das Jahr den Monat fängt
Um die Woche zu kriegen
Dann ist es jeder einzelne Tag
Der auch uns wird besiegen