Juli
In der Julisonne sind die Tage heiß
Nicht nur von der Stirn rinnt der Schweiß
Die Nächte schlaff und launenhaft
Durchzuschlafen wäre fabelhaft …
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In der Julisonne sind die Tage heiß
Nicht nur von der Stirn rinnt der Schweiß
Die Nächte schlaff und launenhaft
Durchzuschlafen wäre fabelhaft …
Kurz vor dem Sommer ist er dran
Leise lockt er Badegäste an
Es jubelt und wälzt sich in der Sonne
Mensch und Tier voller Wonne …
Der Acker liegt in Stoppeln
Staub tanzt in der Luft
Schweiß gepresst ins Gemähte
Sommer heizt den Ernteduft …
Gelockt vom Tanz der Sonne
Sprießen wilde Sprossen
Hüpfen zierlich und auch fett
Auf der Haut bis sie braun gefleckt …
Gefangene Stille
Ködert Wild aus dem Dickicht
Und Elfen bewachen das Sonnenlicht
Efeu am Bach …
Pflücke Stunden
Hefte die Sekunden
Dem Tagesende
Flackernd an …
Behelligter Wuchs
Getünchtes Temperament in weiß
Gelber Blütenstaub der unbefruchtet pocht
Signalisiert der Triebfeder leidlich allein …
Schwüle drückt auf Stadt und Land
Mensch und Tier sind angespannt
Das ist die Ruhe vor dem Sturm
Die selbst merkt der kleinste Wurm …
Geburtstage sind wie laue Sommergedanken
Wellt ein frischer Wind die Hitze
Geht das Festtagstuch auf die Piste
Die Wellen kräuselnd Sahne schlagen …