Mai
Ein Streifzug durchs verschneite GefühlEntthront die eingeschlafenen GedankenUnd lässt Blütenzauber neu erblühenDie Quelle der Phantasie fließt weichIn Dringlichkeit die Sehnsucht reiftUnd Düfte verletzlich sich bemühenKlirrende Kälte ummantelt die Knospe im SchneeLangsam tropft es wie Honig auf die HautUnd im frühen MorgengraunLiegt der Winter noch über dem LandUnd hält den Frühling an der HandJetzt bist du daDu MaiBist als Frühchen geborenRaureif noch an dir klebtDoch saugst du schon an der Sonne StrahlRaps vor Freude die Felder aufbauschenBäume sich schütteln und neugierig fragenWollen dich zur Taufe zu tragen
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de