Aufstehen
Aufgeregt schwatzt der Morgen ins ZimmerSchneestürme üben sich an den Scheiben zu versteckenBizarre Schwerter fliegen noch aus der Nacht vorbeiDer Dunkelmann vergebens den Morgen würgtDornen der Kälte lösen Lawinen der Bedrohung ausDer Winter erhängt sich im LaternenlichtBlutige Gewalt spritzt im ersten Augenaufschlag ins KissenUngeschliffene Stimmbänder rauen die Tonleiter aufUnd seekranke Gedanken recherchierenEinsamkeit trennt Leben vom TraumLeise schleicht sich ein Gefühl einFlügel wachsen aus der vergessenen SaatWolken stürmen aus Nirwana ins LichtKolorierte Phantasie unterbricht jetzt nichtsKnallrot ist das ErwachenNach einem Todesgalopp entronnenem AlpOh MorgenGlühst wie ein frisch gepresstes EntzückenRette den TagSo jung und unverbrauchtSchleich getrost ins Land des SchleckensReise weiterManchmal auch ins BadZähme die Waffen die ums VerreckenDie Wecker zur Strecke reffenLass hinein den zarten StrahlBegegne der Seele des UnberührtenUnd der Unschuld des Lichts
© Heidrun-Auro Brenjo · wp.festtagsgedichte.de