Der Tag des Nichts – 12. April
Heute wollen wir mal an nichts denken
Und uns eine ausgiebige Pause schenken
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Heute wollen wir mal an nichts denken
Und uns eine ausgiebige Pause schenken
Ein Schuss mit der Zwille
Traf so manchen an die Brille
Zerkautes Papier kam da sehr gelegen
Und blieb auch an der Backe kleben
Ach wie war es doch früher angenehm
Zur Hochzeit war die Aussteuer vorgesehen
Nur dem Brautvater war es nicht immer recht
Dass er für seine Tochter blecht
Zeigt die Ampel grün
Bleiben wir stehen
Springt sie auf rot
Dürfen wir gehen
Läuft mal wieder alles im gleichen Trott
Macht ein Kompott dich wieder flott
Mit Sahne und Schokoraspeln garniert
Läufts dann wieder wie geschmiert
Am Tag der Jaffamöbel gedenken wir der Studentenzeiten
Wie wir aus Apfelsinenkisten Regale bauten
Will man seines Weges gehen
Ob aus Absicht oder als Versehen
Kann dieser Weg der Falsche sein
Und schnell ist aus Holz das Bein
Damenwahl ist kein Akt des Scherzens
Sondern eher eine des Herzens
Doch wird die Erwählte dann zur Qual
Kann mich die Dame mal
Was uns im Kleiderschrank begegnet
Wenn es draußen stürmt und regnet
Das ist der gute alte Anorak
Der hängt gleich neben dem Hochzeitsfrack
Lässt man sich ins Bockshorn jagen
Sollte man sich fragen
Ob bei dieser scheinbaren Gefahr
Das jetzt wirklich nötig war
Die Frau am Steuer
Ist dem Manne nicht geheuer
Denn er will nicht dass sie kann
Was ihn definiert als Mann
Wir saßen oft Stund um Stund
Um Vokabeln zu lernen die ganze Nacht
Lief es beim Test dann doch nicht rund
Haben wir die Lernzeit wohl anders verbracht
Horrorfilme
Sind zu schlicht
Der wahre Horror
Ist dieses Gedicht
Mit Kakerlaken meint man Küchenschaben
Die sich an unseren Vorräten laben
Dann tanzen sie einen Cha-Cha-Cha
Und singen La Cucaracha
Augenringe werden angebracht
Mittels einer durchgezechten Nacht
Und man erkennt erst dann
Dass man sie sich nicht piercen kann
Nur einen Tag fürs Denken
Können wir uns getrost schenken
Denn wenn wir das ganze Jahr denkfaul waren
Dann können wir es uns heute auch sparen
Es kann das Surren der Mücken
Besonders nachts wenig entzücken
Man ist genötigt das Licht einzuschalten
Und lässt die Zeitung ihres Amtes walten
Am Wurstzipfeltag und der ist heut
Freu ich mich ihr lieben Leut
Da reiß ich ihm die Pelle runter
Beiß hinein und bin putzmunter
Knüppelhart und krumm gebogen
Liegt sie armselig am Tellerrand
Heute fliegt sie auf den Müll im hohen Bogen
Wo sie früher noch in Milch Verwendung fand
Ein Strick für den Kick ist chic
Zuviel Strick verliert den Überblick
Dann passiert auch schon mal ein Missgeschick