Winterstimmung
In der Zeit des Wartens
Dehnt die Natur sich nicht
Dann knistern Geschichten vor dem Ofen
Und der Garten atmet kaum …
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In der Zeit des Wartens
Dehnt die Natur sich nicht
Dann knistern Geschichten vor dem Ofen
Und der Garten atmet kaum …
Leise aus der Stille erwachen
Harfenklänge von oben ganz weit her
In Andacht entzünden
Smaragdgrünes Empfinden …
Früh grüßt der Abend die Lichter der Stadt
Mit Kälte beschlagen liegen Strassen eisglatt
Und Nebel ummantelt den fliehenden Tag
Allmählich sucht die Dunkelheit ihren Platz …
Bevor die erste Kerze brennt
Sich Nelke mit Anis vermengt
Toben dunkle Stürme vor dem Haus
Werden erste Weihnachtsdüfte fließen …
Im Traum tunkt Schnee
So sanft wie Watte
Behutsam die Welt
In eine Zaubermasse …
Nun schneit es schon seit Tagen
Das Dorf ist schneebedeckt
Kinder rodeln an den Hängen
Hält der See das Weihnachtsfest versteckt …
Von Liebe berauscht der Wind
Sanft kosend den Schnee mitnimmt
Arm in Arm von Sorgen frei
Ziehn am mattsilbernen Mond vorbei …
In einem Karton unterm Bett
Hat der Junge sein Spielzeug versteckt
Dem verstaubten Teddy fehlt ein Ohr
Trauert um die Freundschaft die er verlor …
Gekauft und gelegt in eine Tüte
Ist Weihnachten mittendrin
Lametta Kugeln und Kerzen
Ergeben einen Sinn …
Unbemerkt in der Ferne
Sucht der Advent schneiende Sterne
Die die Nacht so ersehnt
Verlangend entfacht seine Kerzenpracht …
Ein Schneeflöckchen auf seiner Wolke tollt
Ausgelassen tobt und lacht
Als Bällchen es mit seinen Freunden rollt
Und auf die Erde fällt hinab …
Kristallgrün werben Tannen zur Weihnachtszeit
Um die Gunst des Festes im Winterkleid
Graziös sie ihre Äste schwingen
Engel lobsingen und Tannendüfte klingen …
Steht im Garten der Verträumte
Im Sein und Schein des Lichts
Wünscht sich die Schneeweiße
Die mondhoch mit den Sternen tanzt …
Fallen Sterne
Weiße nur
Im Winter
Vom Himmel gelockt …
Ach wie wäre es doch schön
Auf eine Schlittenfahrt zu gehen
Durch Schneegestöber warm verpackt
Geht die Winterreise ab …
Immer zur Weihnachtszeit
Sind Tannen dem Fest geneigt
Hängen Engel einen funkelnden Schein
Und nen Duft über jedes Bäumelein …
In der Vorweihnachtszeit
Beraten die Geschenke
Die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind
Wer nun was bekommt für welches Kind …
Auf einem Wunschzettel gemalt in Wachs
Ist eine kleine Katz
Man mag es kaum glauben mit tiefgrünen Augen
Und so schwarz wie die Nacht …
Fridolin kommt aus einer anderen Zeit
Und im Advent der Fischer maßlos nach ihm greift
Mit Ruderschlag und Stangenstich
Ins Netz ihn zwingt soll hellen den Weihnachtstisch …
Unter der Brücke brechen Eisblumen das Mondlicht
Frostklingend taumelt das Lied der Nacht
In hauchfeinen Lumpen am eisigen See
Liegt hölzern berauscht ein alter Mann …