Mutterglück
Zitronenfarbig steht der Raps im Feld
Es riecht nach Muttertag in der ganze Welt
Der Flieder holt sein lila Kleid aus dem Schrank
Und deckt den Frühlingstisch für dich zum Dank …
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Zitronenfarbig steht der Raps im Feld
Es riecht nach Muttertag in der ganze Welt
Der Flieder holt sein lila Kleid aus dem Schrank
Und deckt den Frühlingstisch für dich zum Dank …
Aufgeregt schwatzt der Morgen ins Zimmer
Schneestürme üben sich an den Scheiben zu verstecken
Bizarre Schwerter fliegen noch aus der Nacht vorbei
Der Dunkelmann vergebens den Morgen würgt …
Der Himmel wars der dich entwarf
Schon vermiss ich dich und deinen Flügelschlag
Sehnsucht streift mich bis zur Gänsehaut
Mit Hall erklingt die Fröhlichkeit …
Über Nacht legt sich ein weißes Kleid
Übers Feld und den Wald
Samtweiche Küsse schweben sanft hinab
Aus des Himmels Reich …
Wenn die Liebe verblutet in der sternenarmen Nacht
Und sie sich freiheitstrunken vom Acker macht
Dann welkt das letzte Leben im faltigen Saum
Und im Mondes Silberschatten schrumpelt der Baum …
Drum streif die Welt
Und schenk ihr Ruh
Und schläft sie ein
Deckst du sie leise zu …
Wünscht sich der Baum
Ach nur einen Tanz mit dem Winde
Hochgewölbt zum Werben aufsteigt
Applaudieren Blüten auf Rispen …
Komm heute Nacht und finde mich
Im Grün der Liebe warte ich
Es trommelt mein Herz vor Leidenschaft
Umgarne mich mit Fäden deiner Liebeskraft …
Weit hinten wo die Stadt aufhört
Will ich mit dir aufs Stoppelfeld gehn
An blätterberaubten Bäumen
Lass ich dich im Winde wehn …
Die Mücken im Sommer summen und tummeln sich
Du liegst in schicken Träumen im Gras und rekelst dich
Die Wipfel der Bäume pinseln den Himmel tief grün
Und die Stechtiere allmählich über deinen Körper ziehn …
Heißer Heumond ummantelt den Moment
Wir liegen seelennackt im Stroh
Glitzersterne fallen dann
Auf deinen Schmollmund und deinen Po …
Die Sonne erst dann am höchsten steht
Wenn ein Spiegel über den Asphalt geht
Barfuss gehen ist dann nicht mehr drin
Weil man sich nicht verbrennen will …
Ozonstrahlen verschließen das Feld
Ziehst kameradschaftlich
Mit dem verbleiten Regen als Gefährt
Brenn und trommle …
Zapfe
Gehäkelte
Sommersprossen
Aus dem Wolkenkratzer …
Züngelnd die Feuerblume logiert
Im knallroten Helm das Feld regiert
Des Tages Lauf lästert sie und tratscht
Stiftet Unruhe wo sie nur kann …
Weites rundes Land
Graues Gefühl
Gewaltiger Trabant
Entwaffnet …
Frühling steigt aus dem Morgen
Und zieht den Nebelvorhang auf
Frühling tanzt auf dem Eis
Und weckt alle Blumen auf …
Eine Rose kauft der Mann am Stück
Weil sein Herz vor Liebe ist im Glück
Rosen bringen der Frau den Thrill
Und sie endlich sagt ich will …
Ein Streifzug durchs verschneite Gefühl
Entthront die eingeschlafenen Gedanken
Und lässt Blütenzauber neu erblühen
Die Quelle der Phantasie fließt weich …
Frischblumen
Geschnitten geschlagen getötet
Freude zu bringen
Hübsch versetzt zum Bukett gepresst …